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Kölsches Milieu am Eigelstein
„Am Eigelstein es Musik“ – so besingen es De Räuber und feiern das kölsche Lebensgefühl dieses besonderen Veedels. Doch das Eigelsteinviertel hat weit mehr zu erzählen als nur seine Liedzeile.
Noch vor 50 Jahren gehörte es zu den berüchtigten Rotlichtvierteln, in denen das „Kölsche Miljöh“ den Ton angab. Im Mittelalter hingegen bestimmten Studenten das Bild: In kleinen Bursen stärkten sie sich mit Bier und ließen das anstrengende Gelehrtenleben hinter sich. Dazwischen lagen Weinberge und „Kappes“-Felder – schließlich befanden sich hier bedeutende Kirchen.
Zur Römerzeit lag das Viertel noch außerhalb der Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium, direkt an der wichtigen Nordstraße – mitsamt einem römischen Gräberfeld, wie es damals üblich war. Erst im 12. Jahrhundert wurde das Gebiet in die wachsende Stadt einbezogen, um die großen Heiligenstätten wie St. Gereon, St. Ursula und St. Kunibert zu schützen.
Heute trifft hier Geschichte auf Gegenwart, Tradition auf Trubel – und ja: Ein bisschen Musik liegt immer noch in der Luft.
