Köln kulturell - Romanik in Köln
Wer sich für romanische Baukunst begeistert, kommt in Köln voll auf seine Kosten. Außer den zwölf romanischen Innenstadtkirchen, gibt es sechs weitere romanische Kirche auf dem Kölner Stadtgebiet. Ein Schmuckstück der Romanik ist das gut erhaltene Wohnhaus der Familie Overstolz.
Eine jede der romanischen Kirchen, die zwischen dem 10. und der Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden, weist eine architektonische Besonderheit auf. Sei es das Dekagon von St. Gereon, der Kleeblattchor von St. Maria im Kapitol oder das Westwerk von St. Pantaleon.
Darüber hinaus haben einige mittelalterliche Malereien, Kunstgegenstände oder
Glasfenster die Bombardierung des Zweiten Weltkriegs überstanden.
Einzigartig für Köln sind die Glasfenster in St. Kunibert, die um
1230 entstanden, die romanischen Türflügel in St. Maria im Kapitol
aus der Mitte des 11. Jahrhunderts oder die Gewölbemalereien in
St. Maria Lyskirchen, um nur eines zu nennen. Die meisten Kirchen
wurden im Zweiten Weltkriegs stark in Mitleidenschaft gezogen. Beim
Wiederaufbau haben teilweise zeitgenössische Künstler mitgewirkt,
die dem Kirchenraum oder seiner Ausstattung neue Akzente gaben.
So sind die neuen Holzdecken von Gerhard Kadow und Dieter Hartmann,
die an die romanische Tradition anknüpfen, in St. Pantaleon sehr
imposant. Ebenfalls an eine romanische Tradition knüpft der zeitgenössische
Holz-Kruzifixus von Gutmann in Groß St. Martin an. Moderne Holztüren
wie in St. Pantaleon erinnern an die mittelalterlichen Vorbilder
aus St. Maria im Kapitol. Farbenfrohe moderne Glasfenster von Georg
Meistermann und Wilhelm Buschulte beleben den Kirchenraum in St.
Gereon, zurückhaltender sind die Glasfenster von Herrmann Gottfried
in Groß St. Martin. In St. Aposteln gab Herrmann Gottfried dem romanischen
Kirchenraum durch seine Ausmalungen eine neue Dynamik. In St.Georg
gehen die Glasfenster noch auf die Entwürfe von Jan Thorn-Prikker
aus den 1930er Jahren zurück.
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