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Von Richmodis, "Bleche Botz" und Eishörnchen - Geschichte(n) rund um den Neumarkt
Dieser Platz im Westen der Kölner Innenstadt spiegelt eine wechselvolle
Geschichte wider: Zur Römerzeit lagen hier Töpfereien. Im Mittelalter
entwickelte sich hier der Viehmarkt; reiche Patrizier errichteten
am Neumarkt ihre Häuser. Hier erblickte Adam Schall von Bell, der
spätere Jesuitenpater, das Licht der Welt, der Mandarin und Hofastronom
des chinesischen Kaisers wurde. Neben bedeutenden Kirchen standen
hier Klöster von Dominikanerinnen, armen Klarissen und "Lungenbrüdern",
ein Frauengefängnis, später das Polizeipräsidium. Hier gab es eine
Hinrichtungsstätte, Schießwettbewerbe um Hosen, Wämser oder gar
Ochsen. Auf dem Neumarkt wurde poussiert, bei den Preußen paradiert
und exerziert. Heute pulsiert hier neben dem Kunst- ein reges Geschäftsleben.
Freudenhaus und Flügelauto - Vom Neumarkt zum Zeughaus
Das städtische Freudenhaus wie auch die Bleche Botz als erstes
ordentliches Gefängnis waren früher beim Neumarkt zu finden.
Durchstreifen Sie mit uns das Viertel zwischen Neumarkt und Zeughaus
und hören Sie Geschichten aus dem mittelalterlichen Rotlichtbezirk,
vom Dr. Schabaudewing und von Heiligen, die sich um ein Brauhaus
sorgten. Unterwegs erklären wir auch die Merkwürdigkeiten
auf den Dächern wie Eistüte und Flügelauto. Und Sie
könnenerfahren, was Richmodis mit Israel verbindet.
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