Köln unterirdisch spezial (Teil 2) - Der Kronleuchtersaal
An einem sehr ungewöhnlichen Ort, an dem es übrigens nicht sonderlich angenehm riecht, schmückt ein verschnörkelter gusseiserner Kronleuchter die Gewölbe einige Meter unter dem Theodor-Heuss-Ring: Hier sind wir im Abwassersystem, das Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Eine steinern-gerahmte Inschrift erzählt, dass der Oberbürgermeister Hermann Becker 1890 den Kanal einweihte.
Der Kronleuchter soll hier angebracht worden sein, als Kaiser Wilhelm II das
Kölner Abwassersystem besichtigte. Damals war es eine technische
Errungenschaft ersten Ranges. Nach über hundert Jahren ist es immer
noch wie gehabt in Funktion und leitet die Abwässer ins Klärwerk
Stammheim. Bei starken Regen - wenn die Abwässer sehr verdünnt sind
- fließen sie über einen speziellen Ablauf direkt in den Rhein.
Damit uns das System auch weiterhin lange erhalten bleibt, wird
es alle fünf Jahre gereinigt.
Bitte beachten Sie, dass die Öffnung
des Saals € 750,00 kostet und wir daher diese Führng nicht
öffentlich anbieten können.
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