Durch die "hellije Stadt" Köln (Teil 1 bis 3)
Köln war im Mittelalter als "Rom des Nordens" eines der bedeutendsten Zentren der Heiligenverehrung. So wie sich die Jakobspilger entscheiden mussten, welchen Weg sie nach Santiago de Compostela einschlugen und welche heiligen Orte sie zuvor in Köln aufsuchen wollten, um für ihr Seelenheil zu beten, müssen auch Sie sich entscheiden, auf welchem Jakobsweg Sie uns durch das "hellije Köln" folgen möchten.
Von St. Ursula nach St. Maria im Kapitol
Auf den Spuren der Jakobspilger geht es von der schaurigen Pracht der Goldenen Kammer von St. Ursula zum Dom, mit den Reliquien der Weisen aus dem Morgenlande das Zentrum der christlichen Reliquienverehrung nördlich der Alpen. Vorbei an den ehemaligen Pilgergasthäusern in der Altstadt erreichen wir St. Maria im Kapitol, eine der schönsten romanischen Kirchen Kölns mit den einzigartigen Holztürflügeln aus dem 11. Jahrhundert und der stillen Krypta - immerhin die zweitgrößte in Deutschland. Hier wird auch der Zusammenhang zwischen dieser romanischen Kirche und den Weisen aus dem Morgenland deutlich.
Dauer: Ca. 3 Std. zu Fuß
Von Groß St. Martin nach St. Pantaleon
Von Groß St. Martin, der Kirche der spanischen Gemeinde, führt uns unser Weg über den Heumarkt, dem einst größten Marktplatz Deutschlands. Hier versorgten sich - wenn möglich - auch die Pilger für ihren weiteren Weg.
Über den Waidmarkt gelangen wir zu dem romanischen Kleinod St. Georg. Neben der ehemaligen Stiftskirche stand die Kölner Jakobuskirche. Die Erinnerungen an die im 19. Jahrhundert abgerissene Pfarrkirche werden noch heute wach gehalten. Unser Weg führt uns weiter durch das ehemalige Färberviertel am Duffesbach. Nicht weit entfernt lebte der Ratsherr Hermann von Weinsberg, der in seinen Tagebüchern das damalige Leben hautnah beschreibt. Schließlich erfahren wir inmitten der Großstadt die idyllische Ruhe um und in St. Pantaleon.
Dauer: Ca. 2 Std. zu Fuß
Vom Dom nach St. Gereon
Viele Hinweise gibt es am und im Dom, die auf die Jakobspilger hinweisen. Nachdem wir Jakobus d. Ä. am Dom entdeckt und einen Blick in die eindrucksvolle gotische Kathedrale - der Grablege der Weisen aus dem Morgenland - geworfen haben, ziehen wir in die ehemalige Herrenstiftskirche St. Andreas. Heute beherbergt die romanische Kirche die Gebeine des Theologen und Philosophen Albertus Magnus, der übrigens zu Fuß von Paris nach Köln kam. Schließlich wollen wir uns auf den Weg zu den Märtyrern um den römischen Soldaten Gereon machen. Immerhin drohte er dem Erzbischof Anno II fürchterliche Prügel an, wenn er sich nicht besser um die Grabstätte der thebäischen Legion kümmere. Die Drohung reichte, um Annos Bauleidenschaft in Gang zu setzen .Heute ist St. Gereon ein Kleinod unter den romanischen Kirchen.
Dauer: Ca. 2 Std. zu Fuß
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