Kölner Friedhöfe
Als die Franzosen unter Napoleon Köln besetzten, verboten sie auch bald die Bestattungen in Kirchen und auf Kirchhöfen. Um den Kölnern die Beerdigung auf dem ehemaligen Schandacker, der Hinrichtungsstätte und dem Wohngebiet der Leprakranken, den "malat", halbwegs vorstellbar zu machen, ließ Ferdinand Franz Wallraf nach dem Pariser Friedhof Père Lachaise die Kölner Begräbnisstätte Melaten anlegen. Der Gartenbauarchitekt Weyhe sorgte für viel botanische Abwechslung. Besonders Betuchte fanden schließlich ihre Ruhe entlang der sogenannten "Millionenallee". Noch heute übertrumpft eine großartige Grabstätte die nächste. Die längste ist die "Kegelbahn".
Unser thematischer Spaziergang "Leprosenhaus, Hinrichtungsstätte, Millionenallee" gibt einen grundlegenden Einblick in einen der interessantesten Kölner Friedhöfe.
Einen ganz speziellen Aspekt beleuchten die Führungen "Künstler, Mäzene, Schriftsteller", "Frauen auf Melaten" sowie "Karnevalistisches auf Melaten".
Der Friedhof Melaten war zunächst nur den Katholiken zugänglich,
die Protestanten bestatteten ihre Toten weiterhin auf dem Geysenfriedhof,
die Juden nutzten wie bisher ihren Friedhof in Deutz, später wurde
derjenige in Bocklemünd und schließlich auch einer auf Melaten angelegt.
Als die Stadt immer weiter wuchs und sich ausbreitete, wurden Friedhöfe
in anderen Stadtteilen notwendig. So entstanden der Süd-, West-
und der Nordfriedhof.
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Ausführliche
und aktuelle Informationen, Bildmaterial sowie eine Link- und Literaturliste
rund um den Friedhof Melaten finden Sie auch auf der folgenden Seite:
www.melatenfriedhof.de
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