Natur und Kultur in der Eifel
Ein großer Reiz der Eifel besteht darin, dass wir hier innerhalb kurzer Entfernungen herausragende Kultur erleben können und wenig später absolute Abgeschiedenheit in idyllischer Landschaft.
Wir fahren zunächst in die Kreisstadt Euskirchen, um einen Blick in die Kirche St. Martin zu werfen, die bereits im 12. Jahrhundert gegründet, dann aber in den folgenden Jahrhunderten stark verändert wurde. Unweit der Kirche ist ein historischer Stadtkern mit Fachwerkhäusern und Stadtmauer erhalten. Aber in Euskirchen machen sich die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges besonders bemerkbar.
Wir setzen unseren Weg nach Flamesheim fort, um uns die dortige Burg, eingebettet in Wasserteiche und einen weiträumigen Park, anzusehen. Hervorgegangen ist die Burg aus einem einstigen fränkischen Königshof. Die heutige Schlossanlage geht auf Umgestaltungen nach dem Vorbild viktorianischer Herrensitze aus dem 19. Jahrhundert zurück. Nicht weit entfernt findet sich ein weiterer mittelalterlicher Herrensitz: die Ringsheimer Burg.
Unsere nächste Station führt uns nach Niederkastenholz. Eine der Attraktionen, die uns hier erwartet, ist der mittelalterliche Burghof Kastenholz . Auch diese Burg war einst fränkisches Königsgut, ging dann aber an die Reichsabtei Kornelimünster bei Aachen und schließlich im 144. Jahrhundert an die Grafen von Jülich als Schutzherren der Abtei.
Eine weitere mittelalterliche Burgruine mitten im Wald und vom Wasser umgeben erwartet uns bereits: die Hardtburg. Wenn die Zeit nicht drängt, lohnt sich ein Abstecher zur Steinbachtalsperre, um sich am Wasser etwas zu erholen.
Auf unserem Weg in die mittelalterliche Tuchmacherstadt und den heutigen Kurort Bad Münstereifel werfen wir in Kirspenich einen Blick auf die Burg, die so oft Zankapfel zwischen den Kölner Erzbischöfen und den Grafen von Jülich war: Burg Kirspenich. Danach führt uns ein Abstecher nach Kreuzweingarten zur römischen Wasserleitung. Hier können wir vor Ort die technische römische Bauleistung bewundern. Wenig später werden wir diese noch einmal bestaunen, wenn wir uns in Iversheim die "hochtechnische" römische Kalkbrennanlagen ansehen. Sie produzierte für die gesamte Provinz Stückkalk, den die Römer - in Lastkähnen auf der Erft - zu allen wichtigen Baustellen transportierten wurde, um ihn dort zu löschen und mit Sand vermischt zu Mörtel zu verarbeiten.
Schließlich erreichen wir unser Tagesziel: Bad Münstereifel. Vom
Reichtum der einstigen Tuchmacherstadt an der Erft zeugen viele
Fachwerkhäuser, allen voran Haus Windeck. Außerdem ist hier die
mittelalterliche Stadtmauer noch hervorragend erhalten. Deswegen
lohnt sich ein Spaziergang durch die engen Gassen und entlang der
Stadtmauer. Schließlich sollte wir aber auch einen Blick auf das
historische Rathaus und - wenn möglich - in die romanische Kirche
St. Chrysanthus und Daria werfen. Ihr Westwerk wird Romanikliebhaber
sofort an das Westwerk von St. Pantaleon in Köln erinnern.
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