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Die Eifel mal anders - Pilger, Tuche und Astronomie
Erleben Sie Geschichte, Kultur, Natur sowie traditionsreiches Handwerk. Kleine Dörfer und Städte, bunte Wiesen und weite Wälder - die Eifel bietet viel Abwechslungsreiches. Nur wenige verbinden diese reizvolle Landschaft mit oft kriegerischen Auseinandersetzungen, die es doch immer wieder heftig gab. Hier finden wir aber auch alte Klöster und bedeutende Kirchen, wir folgen den Spuren der Römer und frommer Pilger, wir begegnen einer interessanten Handwerks-, Gewerbe- und Industriekultur - und sogar der Weltraumforschung.
Im rheinischen Industriemuseum Euskirchen sehen wir in einer komplett erhaltenen Tuchfabrik, die um 1900 entstand, Dampf- und Textilmaschinen wie Webstühle in voller Aktion. Auf der Weiterfahrt in die Kurstadt Bad Münstereifel können wir römische Kalkbrennöfen besichtigen. In den fünf Brennöfen wurden monatlich etwa 200 Tonnen Kalk gewonnen, ein Zeichen für die hohe Effektivität der römischen Wirtschaft.
Bad Münstereifel zählt zu den ältesten, schönsten und bedeutendsten Orten der Eifel. Als Wallfahrtsstätte, Handels- und Gewerbezentrum mit sechs Klöstern zeigte die Stadt Einfluss weit über ihren - heute immer noch gut erhaltenen - Mauerring hinaus. In den engen Gässchen und entlang der Erft entdecken wir Kirchen, Klöster, und schmucke Kaufmannshäuser wie das des Paulus Pick aus dem 17. Jahrhundert, das später Hofrat Windeck bewohnte. Prächtige Fachwerkhäuser und eine Glashütte sind "Tupfer" der bunten Palette. Ein römischer Tempelbezirk nahe der Stadt lohnt einen Abstecher in die Natur.
Wenn wir zwei Tage in der Eifel verweilen, bieten sich vielfältige
Möglichkeiten: Entweder wir besuchen Blankenheim mit seiner Burg
und der Ahrquelle. Oder es geht nach Nettersheim, wo uns ein mittelalterliches
Kloster, das Eifelmuseum mit seiner interessanten Fossiliensammlung
und Einblick in das ländliche Eifler Leben erwartet sowie das Medusenhaupt
am "Grünen Pütz", der römischen Brunnenstube, dem Ausgangspunkt
der Eifelwasserleitung nach Köln. Außerdem gibt es hier ein weitläufiges
Naturschutzgebiet. Die dritte Möglichkeit ist, dass wir nach Kronenburg
fahren oder das weitläufige Freilichtmluseum Kommern mit seinen
über hundert historischen Gebäuden - die teilweise bewirtschaftet
werden. Zum Abschluss können wir einen imposanten Eindruck von moderner
Ingenieurkunst gewinnen. Der Anblick des gigantischen Radioteleskops
in Effelsberg mit seinen hundert Metern Durchmesser - bis vor kurzem
war es das größte frei schwenkbare Radioteleskop der Welt - ist
überwältigend. Mit etwas Glück und Geduld erleben wir, wie der Technik-Gigant
in etwa zwölf Minuten um 360 Grad gedreht wird.
Es führen Sie professionell geschulte
Guides (nach den Richtlinien des Bundesverbandes der Gästeführer
in Deutschland BVGD), die größtenteils nach der europäischen
Dienstleistungsnorm für Gästeführer DIN EN 15565
ausgebildet und am Button BVGD-Zertifikat
DIN EN zu erkennen sind.
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